Seminar „Jugend und Gewalt“ für Mädchen und junge Frauen - Verein Kinder- und Jugendhilfe Frankfurt am Main e.V.

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Seminar „Jugend und Gewalt“ für Mädchen und junge Frauen


Gewaltdelikte spielen bei Mädchen und jungen Frauen eine immer größere Rolle. Über 50% der uns zugewiesenen Mädchen werden wegen Gewaltdelikten verurteilt. Auswirkungen und Folgen stehen häufig nicht im Verhältnis zu dem der Tat zugrundeliegenden Konflikt.

Ziele des Seminars:
• Sensibilisierung für die Problematik „Jugend und Gewalt“
• Förderung und Steigerung der Sozialkompetenz / Empathie
• Aufarbeitung der Ursachen, die in Konfliktsituationen zur Gewaltanwendung führen
• Reflexion von Gewaltdelikten und ihre rechtliche Einordnung
• Differenzierte Betrachtung und Bewertung von Gewalt

Inhaltliche Schwerpunkte:
• Kennenlernen der Gruppe, Austausch eigener Gewalterfahrungen
• Theoretische Bearbeitung des Begriffs Gewalt
• Aufarbeitung der eigenen Gewaltstraftaten
• Die Situation der / des Opfer(s)
• persönliche Konsequenzen von Gewalttätigkeit

Methodisch arbeiten wir mithilfe von Gruppenübungen, Rollenspielen, Filmen, Flipchart etc.
Das Seminar ist gesprächsorientiert ausgerichtet.

Zielgruppe:
Mädchen und junge Frauen, die aufgrund eines oder mehrerer Gewaltdelikte verurteilt wurden.
Die Teilnahme am Seminar kann ausgesprochen werden als:
- Weisung nach § 10 JGG
- Bewährungsauflage

Die Seminare finden in der Regel an einem Wochenende (freitags 16.00 – 20.00 Uhr und samstags 10.00 – 16.00 Uhr) in den Räumlichkeiten des Vereins Kinder- und Jugendhilfe, Mainzer Landstr. 625, 65933 Frankfurt-Griesheim statt.

Über das Seminar hinaus ist für die Teilnehmerinnen in der Regel keine weitere Betreuung von uns vorgesehen. Ausnahmen müssen in der Jugendgerichtshilfe / Bewährungshilfe abgesprochen werden.

Gespräche / Betreuungsweisungen

„Auffälligkeiten“ der Mädchen und jungen Frauen können als Widerstandsformen erkannt werden, um sich gegen das, was sie an Verletzungen und Verunsicherungen erlebt haben, zu wehren. Ziel ist, diese Energie in eine andere Richtung zu lenken und statt destruktiver Verhaltensweisen, konstruktive positive Verhaltensweisen zu entwickeln.

Themen in den Einzelbetreuungen sind die Aufarbeitung der Straftaten, Schulabbrüche, Schuldensituation, Konflikte im Elternhaus. Die Gespräche dienen dazu, die aktuelle Lebenssituation zu reflektieren, Lösungen zu suchen und die Mädchen und jungen Frauen in ihrer Entwicklung zur Eigenverantwortung und Selbständigkeit zu begleiten.

Diese Angebote werden ausschließlich von weiblichen Mitarbeiterinnen durchgeführt.

Ansprechpartnerin: Dagmar Ehmer-Jundel (Dipl. Sozialpädagogin, Anti-Aggressivitätstrainerin)

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